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Inklusion

Weiterführung an der Gesamtschule
Um die Arbeit mit dem gemeinsamen Unterricht angemessen fortführen zu können, besteht seit Anfang der 80er Jahre eine Kooperation mit der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Zum Ende des sechsten Schuljahres können viele Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderungen in die siebente Klasse überwechseln und werden dabei zum Teil durch ihre vertrauten Pädagoginnen begleitet. Die pädagogische Doppelbesetzung bleibt teilweise bis zur zehnten Klasse erhalten; Schüler mit Behinderungen werden nach Bedarf bis zum Abitur weiter betreut.

Ausblick
Als wir in den 70er Jahren mit der gemeinsamen Unterrichtung begannen, gab es für diese Idee nur wenig unterstützende Stimmen. Sehr viel stärker waren Skepsis und Widerstände von den verschiedensten Seiten, nicht zuletzt von vielen Experten. Am humanitären Grundgedanken der Nichtaussonderung und seiner bereichernden und heilsamen Wirkung für alle Beteiligten zweifelt heute kaum jemand, der wirklich mit dieser Pädagogik in Berührung gekommen ist.

Die „Arbeit mit der Vielfalt“ hat unsere Schule und uns tiefgreifend verändert. Diese Veränderung ist auch im Begriffswandel deutlich. In der „Integration“ wird jemand in ein bestehendes System aufgenommen, das ursprünglich nicht für ihn und seine Bedürfnisse gedacht war und an das er sich nun anpassen muss. Eine „Inklusive Institution“ verändert sich selbst viel stärker als bisher mit. Sie benötigt neue bzw. andere Kompetenzen der in ihr wirkenden professionellen Helfer, denn sie ist ständig im Wandel um die Bemühungen, den Erfordernissen der verschiedenen und wechselnden Menschen gerecht zu werden.

„Inklusion“ ist in diesen Verständnis ein Prozess der Annäherung an die Annahme und Bewältigung menschlicher Vielfalt.

Aus der Frage: "Wie muss ein Kind sein, damit es an unsere Schule darf?", wurde die Frage:

„Wie müssen wir Schule gestalten, damit hier jedes Kind gut aufgehoben ist?"

Um Schulen jedoch so zu gestalten, sind Ressourcen nötig, die nicht an die Etikettierung von Schülerinnen und Schülern gekoppelt sein dürfen. Inklusive Schulen benötigen kompetentes und verlässliches (Stamm-)Personal und eine Globalausstattung, also eine vom Einzelfall weitgehend unabhängige Zuweisung ihrer Ausstattung und Mittel.

Darüber hinaus ist es aus meiner Sicht wichtig, dass diejenigen, die in unterschiedlicher Weise an der Konkretisierung der Idee „Inklusion“ beteiligt sind verstehen, was die wesentliche Konsequenz aus den bereits umfangreich vorliegenden Praxiserfahrungen ist:

Pädagogik und eine von ihr separate Sonderpädagogik bieten keine ausreichenden Antworten auf die drängenden Fragen inklusiver Schulen. Die typischen und dauerhaften Problem- und Konfliktfelder einer nicht aussondernden Schule benötigen zwingend die Einheit von pädagogischem, sonderpädagogischem und psychotherapeutischem Wissen. Und zwar als Kern der pädagogischen Berufsausbildung und als selbstverständlicher Teil von Beratung und Unterstützung im pädagogischen Alltag.